Temperaturmesstechnik · Thermoelemente

Anlege-Thermoelement

Anlege-Thermoelement mit Federklemme, Edelstahl-Gewindekopf M12×1,5 und geflochtener, geschirmter Hochtemperaturleitung, für Formen, Extruder, Heizbänder und weitere Messstellen, an denen ein Fühler angepresst werden muss.

Wichtige Kenndaten

Thermoelementtypen
Thermoelement Typ K und E sowie eine PT100-Widerstandsvariante im selben Gehäuse
Messbereich
K 0 bis 800 °C; E 0 bis 400 °C; PT100 -200 bis 450 °C
Gewinde
M12×1,5, abnehmbar
Fühlerfront
Rohr mit 5 mm Außendurchmesser, 10 mm vorstehend
Federabschnitt
21 mm, mit drehendem Klemmkopf, der die Eintauchtiefe festlegt
Klemmaufnahme
11,5 mm innen und 13 mm außen als Standard, 18 mm hoch
Gewindekopf
12 mm Durchmesser × 34 mm
Leitung
1 bis 5 m geflochtene, geschirmte Edelstahl-Hochtemperaturleitung
Adern
Zwei bei K und E; drei als Standard bei PT100, zwei oder vier auf Bestellung
Anschluss
Gabelschuhe, rot auf Plus und blau auf Minus; Stiftschuhe auf Bestellung

Ein Anlege-Thermoelement misst die Temperatur einer Maschinenoberfläche oder einer angebohrten Messstelle, indem es einen gefederten Fühler dagegenpresst. Die Messstelle sitzt in einer kleinen Edelstahlspitze, und der Körper, der sie trägt, ist eine drehende Klemme mit verlängerter Feder, sodass sich die Eintauchtiefe an der Messstelle festlegen lässt und nicht durch die Länge des Fühlers vorgegeben ist. An Spritzgießmaschinen, Extrudern, Formen und Heizbändern ist das meist der praktische Unterschied: Der Fühler muss in eine Düse, einen Zylinder oder ein Band gedrückt werden, wo für eine Gewindemontage kein Platz und für einen Schraubenschlüssel kein Zugang ist.

Die Ausführung auf dieser Seite ist standardmäßig Typ K, wobei Typ E und ein PT100-Widerstandselement im selben Gehäuse angeboten werden. Typ K deckt 0 bis 800 °C ab, Typ E 0 bis 400 °C und der PT100 -200 bis 450 °C. Der Gewindekopf besteht aus Edelstahl M12×1,5 und lässt sich abschrauben, sodass ein einfaches Anlege-Thermoelement verbleibt, wo kein Gewindestutzen vorhanden ist. Die Leitung ist ein Geflecht aus Edelstahl über einer geschirmten Hochtemperaturleitung in Längen von 1 bis 5 m, und der Werkstoff der Spitze ist Eisen.

Die Messstelle ist verschweißt und nicht verdrillt. Das gelieferte Material hebt dies eigens hervor: Die beiden Adern werden in der Spitze durch Lichtbogenschweißen unter Argon verbunden und mit einem Hochfrequenz-Keramikröhrchen isoliert; das ist ein anderer Aufbau als die übliche Praxis, die Adern lediglich zu verdrillen, und genau dieser Unterschied zeigt sich als Stabilität am oberen Ende des Messbereichs.

Wie ein Thermoelement arbeitet

Ein Thermoelement erzeugt eine Spannung und keinen Widerstand. Zwei unterschiedliche Metalle, an einem Punkt verbunden, erzeugen eine kleine Potenzialdifferenz, wenn diese Verbindungsstelle eine andere Temperatur hat als das andere Ende der Drähte, und die Spannung beträgt einige zehn Mikrovolt je Grad. Dem Fühler muss für seine Funktion nichts zugeführt werden, weshalb ein Thermoelement für das obere Ende des Temperaturbereichs geeignet ist, an dem ein Widerstandselement driften würde, und weshalb es sehr klein gebaut werden kann.

Dasselbe Prinzip setzt die Grenzen. Da die Spannung zwischen der Messstelle und den Klemmen entsteht, an denen die Drähte ankommen, gehört die Temperatur dieser Klemmen zur Messung: Das Messgerät muss die Klemmtemperatur kennen und sie kompensieren. Ebenso bedeutet es, dass der Stromkreis durchgehend mit der passenden Thermoelementleitung aufgebaut werden muss. Jede Stelle, an der die Thermoelementleitung auf einen Kupferleiter trifft, ist selbst eine Thermoelement-Messstelle, und eine, die nicht auf Klemmtemperatur liegt, trägt einen Fehler bei statt einer Verbindung.

Die beiden Ausführungen der Messstelle im gelieferten Material folgen aus dem Aufbau der Spitze. Bei einer geerdeten Messstelle steht die Schweißverbindung zugleich in elektrischem Kontakt mit dem Mantel, die Wärme erreicht sie daher schnell und die Ansprechzeit ist kurz, doch der Messkreis ist mit allem verbunden, was der Mantel berührt. Bei einer nicht geerdeten Messstelle sitzt die Verbindung isoliert in der Spitze, was den Kreis trennt, dafür aber mit einer langsameren Ansprechzeit bezahlt wird. Das Material bietet beide an und nennt für keine von beiden eine Ansprechzeit; die Wahl richtet sich daher nach der Montage und nicht nach einem veröffentlichten Wert.

Zwei weitere praktische Eigenschaften ergeben sich aus der Bauart. Das Geflecht über der Leitung ist zugleich mechanischer Schutz und Schirmung, was an einer Maschine mit Antrieben und Heizungen zählt, an der ein ungeschirmtes Millivolt-Signal Störungen aufnimmt. Und der Mantel besteht aus Edelstahl, während die Spitze aus Eisen ist, sodass der Fühler den Kontakt zur Maschine verträgt, ohne dass die Leitung steif und spröde wird, wie es eine einfache Polymerleitung nahe einem heißen Band täte.

Auswahl des passenden Anlege-Thermoelements

Beginnen Sie mit der Temperatur und dem Messgerät. Der Thermoelementtyp folgt dem Bereich: Typ K bis 800 °C, Typ E bis 400 °C oder die PT100-Variante dort, wo ein Widerstandselement besser zum Messgerät passt. Von dort aus ist die Entscheidung vorgegeben, denn der Fühler muss zum Eingangstyp des Temperaturmessgeräts passen, an das er angeschlossen wird. Ein PT100 an einem Typ-K-Eingang liefert eine plausible und falsche Anzeige, und genau darauf weist das gelieferte Material hin.

Danach folgt die Montage. Hat die Maschine an der Messstelle einen Gewindestutzen, wird der Edelstahlkopf M12×1,5 eingeschraubt und die Feder stellt den Anpressdruck ein. Ist das nicht der Fall, wird der Kopf abgeschraubt und der Fühler direkt angeklemmt. Die Klemmaufnahme misst 11,5 mm innen und 13 mm außen bei 18 mm Höhe, und Ausführungen mit 12 mm und 14 mm sind auf Bestellung erhältlich; die Aufnahme muss also zu dem Stutzen oder der Bohrung passen, in der sie sitzt.

Danach die Ausführung der Messstelle, geerdet oder nicht geerdet, aus den oben genannten Gründen: Geschwindigkeit gegen Trennung.

Dann die Leitung. Der Standardbereich ist 1 bis 5 m, wobei 1 m, 5 m und 7 m als übliche Längen genannt sind und andere Längen auf Bestellung erhältlich sind. Eine Strecke über den Standardbereich hinaus bedeutet eine Verlängerung, und eine Verlängerung muss aus derselben Thermoelementleitung mit passenden Steckverbindern hergestellt werden; das gelieferte Material nennt diese nicht. Verläuft die Leitung nahe einer heißen Oberfläche oder entlang einer bewegten Achse, ist das Geflecht ihr Schutz, und der minimale Biegeradius dafür ist nicht angegeben.

Zum Schluss der Anschluss. Gabelschuhe sind Standard, rot auf Plus und blau auf Minus. Nimmt die Geräteklemme keinen Gabelschuh auf, können Stiftschuhe auf Bestellung gefertigt werden.

Grenzen und zu klärende Punkte

Der Fühler ist für sich genommen kein rückführbares Messgerät. Das gelieferte Material nennt keine Genauigkeitsklasse und keine Toleranz für das Thermoelement und keine Ansprechzeit, weshalb diese Seite zwar die Bereiche angibt, aber keine Messunsicherheit. Wo ein Messwert belegt werden muss, ist das Thermoelement mit einem Messumformer oder Messgerät zu kombinieren, dessen Genauigkeit bekannt und idealerweise gegen ein Normal geprüft ist.

Die Leitung ist eine Grenze, die leicht übersehen wird. Ein Fühler, der an der Spitze für 800 °C ausgelegt ist, bedeutet nicht, dass die Leitung 800 °C übersteht, und das gelieferte Material nennt weder die Temperaturbelastbarkeit der Leitung noch die ihrer Isolierung. Die Messstelle und der Weg der Leitung sind daher getrennt zu betrachten.

Mehrere im Material genannte Eigenschaften sind nicht beziffert. Der Fühler wird als biegsam und als druckbeständig beschrieben, doch weder ein minimaler Biegeradius noch ein Druckwert werden genannt; beides wird hier daher nicht veröffentlicht. Das Material nennt außerdem einen Standardbereich der Leitung von 1 bis 5 m und führt anschließend 7 m unter den üblichen Längen auf, was außerhalb dieses angegebenen Bereichs liegt.

Schließlich ist die Identifikation offen. Das gelieferte Material nennt den Thermoelementtyp im Modellfeld und keine Teilenummer, und ein Thermoelementtyp ist jedem Anbieter dieses Thermoelements gemeinsam; er wird hier daher nicht als Kennung verwendet. Eine Bestellung sollte den Thermoelementtyp, die Ausführung der Messstelle, die Leitungslänge, den Anschluss und die Abmessungen der Klemmaufnahme angeben.

Merkmale

  • Der Klemmkopf dreht sich und trägt eine verlängerte Feder, sodass die Eintauchtiefe an der Messstelle festgelegt wird und nicht durch die Länge des Fühlers vorgegeben ist.
  • Die Messstelle ist in der Spitze durch Lichtbogenschweißen unter Argon verschweißt und mit einem Hochfrequenz-Keramikröhrchen isoliert, statt die beiden Adern lediglich zu verdrillen.
  • Die Leitung ist ein Geflecht aus Edelstahl über einer geschirmten Leitung, was die Adern an einer bewegten oder vibrierenden Maschine schützt und das Millivolt-Signal abschirmt.
  • Der Gewindekopf besteht aus Edelstahl und lässt sich abschrauben, sodass ein einfaches Anlege-Thermoelement verbleibt, wo kein Gewinde gewünscht ist.
  • Erhältlich als Typ K, Typ E oder PT100 im selben Gehäuse, sodass eine Montageart sowohl Thermoelement- als auch Widerstandsmessung abdeckt.
  • Geerdete und nicht geerdete Messstellen werden beide angeboten, was dort zählt, wo die Fühlerspitze eine geerdete Metallfläche berührt.
  • Die Gabelschuhe sind farbcodiert, rot auf Plus und blau auf Minus, was eine häufige Quelle vertauschter Thermoelementverdrahtung ausschließt.

Technische Daten

Jeder der folgenden Werte stammt aus der Quelldokumentation. Ist ein Parameter im verfügbaren Material nicht angegeben, wird er als Angabe erforderlich gekennzeichnet statt geschätzt.

Messelement
ThermoelementtypenTyp K als Standardausführung; Typ E und PT100 im selben Gehäuse erhältlichStandard
Messbereich, K0 bis 800 °CStandard
Messbereich, E0 bis 400 °CStandard
Messbereich, PT100-200 bis 450 °CStandard
Ausführung der MessstelleGeerdete und nicht geerdete Ausführungen werden beide angebotenStandard
Aufbau der MessstelleDie beiden Adern werden in der Spitze durch Lichtbogenschweißen unter Argon verschweißt und mit einem Hochfrequenz-Keramikröhrchen isoliert, im Unterschied zu Adern, die lediglich verdrillt sindStandard
Genauigkeitsklasse oder ToleranzAngabe erforderlichAngabe erforderlich
AnsprechzeitAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Referenznorm für die Ausgangsspannung des ThermoelementsAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Mechanik
FühlerfrontRohr mit 5 mm Außendurchmesser, 10 mm vorstehendStandard
Federabschnitt21 mm; der drehende Klemmkopf erlaubt es, die Eintauchtiefe vor Ort festzulegenStandard
Klemmaufnahme11,5 mm innen und 13 mm außen als Standard; 12 mm und 14 mm auf BestellungStandard
Höhe der Klemmaufnahme18 mmStandard
Gewindekopf12 mm Durchmesser × 34 mm, Gewinde M12×1,5Standard
Abnehmbarer GewindekopfDer Gewindekopf lässt sich abschrauben, sodass die einfache Anlegeform verbleibtStandard
Werkstoff der SpitzeEisenStandard
Werkstoff von Gewinde, Geflecht und FederEdelstahlStandard
Standardmäßig mitgeliefertes KlemmrohrΦ5×21 mm bei der PT100-AusführungStandard
SchutzartAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Maximaler Druck an der FühlerspitzeAngabe erforderlichAngabe erforderlich
GewichtAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Leitung und Anschluss
Leitungslänge1 bis 5 m im Standardbereich, wobei 1 m, 5 m und 7 m als übliche Längen genannt sind; andere Längen auf BestellungStandard
Aufbau der LeitungGeflochtener Edelstahldraht über einer geschirmten HochtemperaturleitungStandard
AderzahlZwei bei K und E; PT100 ist als Standard dreidrahtig und kann zwei- oder vierdrahtig ausgeführt werdenStandard
StandardanschlussGabelschuhe; rot auf Plus, blau auf MinusStandard
Alternativer AnschlussStiftschuhe auf BestellungOptional
Temperaturbelastbarkeit der LeitungAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Minimaler BiegeradiusAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Zuordnung und Inbetriebnahme
Zuordnung zum MessgerätFühler und Temperaturmessgerät müssen denselben Eingangstyp haben. Ein PT100-Eingang erfordert einen PT100-Fühler, ein Typ-K-Eingang einen Typ-K-FühlerStandard
AusgleichsleitungIm gelieferten Material nicht angegebenAngabe erforderlich
PolaritätskonventionDie Gabelschuhe sind farbcodiert, rot auf Plus und blau auf MinusStandard
Versorgung und Dokumentation
GarantieAngabe erforderlichAngabe erforderlich
ZertifizierungAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Prüf- oder KonformitätsbescheinigungAngabe erforderlichAngabe erforderlich
DatenblattAngabe erforderlichAngabe erforderlich
Verpackungsmenge und BruttogewichtAngabe erforderlichAngabe erforderlich

Verfügbare Modelle

Auswahltabelle
Modell Ausführung Wichtige Messbereiche Verfügbarkeit
Typ K Zwei Adern, 0 bis 800 °C, Gewindekopf M12×1,5 0 bis 800 °C Standardausführung; der einzige Thermoelementtyp im gelieferten Material mit einem angegebenen Bereich über 450 °C
Typ E Zwei Adern, 0 bis 400 °C, Gewindekopf M12×1,5 0 bis 400 °C
PT100 Drei Adern als Standard, zwei oder vier auf Bestellung -200 bis 450 °C Widerstandselement und kein Thermoelement, benötigt daher einen PT100-Eingang
Nur Federklemme Gewindekopf abgeschraubt, nur Federklemme Je nach bestelltem Thermoelementtyp Der Gewindekopf lässt sich abschrauben; dies ist daher eine Ausführung und kein eigenes Teil
Individuelle Leitung und Anschluss Leitungslänge außerhalb von 1 bis 5 m, Stiftschuhe Je nach bestelltem Thermoelementtyp Auf Bestellung gefertigt

Anpassung

  • Eine Leitungslänge außerhalb des Standardbereichs
  • Stiftschuhe statt Gabelschuhe
  • Die Gewindegröße
  • Die Abmessungen der Klemmaufnahme
  • Der Thermoelementtyp
  • Eine geerdete oder eine nicht geerdete Messstelle

Zertifizierung und Konformität

Zertifizierungsunterlagen noch nicht geliefert

Zertifizierungen werden erst veröffentlicht, wenn eine Kopie des Zertifikats vorgelegt werden kann; dieser Abschnitt ist deshalb bewusst leer und nicht mit angenommenen Zulassungen gefüllt. Sagen Sie uns, welche Zulassungen Ihre Anwendung erfordert, und wir bestätigen, was für dieses Gerät verfügbar ist.

Noch zu bestätigende Parameter

Die folgenden Angaben sind für eine vollständige Spezifikation erforderlich, aber in der uns vorliegenden Dokumentation nicht genannt. Sie werden aufgeführt statt geschätzt:

  • Teilenummer für das Thermoelement
  • Genauigkeitsklasse oder Toleranz des Thermoelements
  • Ansprechzeit, geerdet und nicht geerdet
  • Temperaturbelastbarkeit und Isolierwerkstoff der Leitung
  • Minimaler Biegeradius der Leitung
  • Schutzart
  • Maximaler Druck an der Fühlerspitze
  • Gewicht
  • Ausgleichsleitung und Steckverbinder passend zur Leitung
  • Garantiezeitraum
  • Vorhandene Zertifizierung, falls eine besteht
  • Prüf- oder Konformitätsbescheinigung
  • Datenblatt
  • Verpackungsmenge und Bruttogewicht

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich die Typ-K- und die PT100-Ausführung dieses Fühlers?

Sie messen die Temperatur über unterschiedliche Effekte. Ein Thermoelement vom Typ K erzeugt an der Kontaktstelle zweier unterschiedlicher Metalle eine kleine Spannung und verwendet zwei Adern; ein PT100 ist ein Widerstandselement und verwendet standardmäßig drei Adern, damit sich der Leitungswiderstand aufhebt. Das gelieferte Material stellt fest, dass beide nicht gemischt werden dürfen: Ein Fühler muss zum Eingangstyp des Messgeräts passen, an das er angeschlossen ist, ein PT100-Fühler an einem Typ-K-Eingang zeigt daher nicht die richtige Temperatur an.

Wie wird der Fühler gegen die Oberfläche gehalten?

Über die Federklemme. Der Klemmkopf dreht sich und die Feder ist gespannt, sodass der Fühler in eine gebohrte Bohrung gedrückt oder gegen eine Oberfläche gesetzt werden kann und die Eintauchtiefe vor Ort angepasst wird. Hat die Messstelle einen Gewindestutzen, lässt sich der Edelstahlkopf M12×1,5 einschrauben; ist das nicht der Fall, wird der Kopf abgeschraubt und der Fühler als einfaches Anlege-Thermoelement verwendet.

Warum hat die Leitung einen geflochtenen Metallmantel?

Zwei Gründe, die beide im gelieferten Material genannt sind. Das Geflecht schützt die Adern mechanisch an einer Maschine, die sich bewegt und vibriert, und die Schirmung schützt das Thermoelementsignal, das nur einige zehn Millivolt beträgt, vor elektrischen Störungen an einer Maschine mit Antrieben und Heizungen in der Nähe. Das Geflecht erlaubt außerdem, die Leitung entlang einer Maschinenkontur zu biegen.

Sollte ich die geerdete oder die nicht geerdete Messstelle bestellen?

Beide werden angeboten, und die Wahl hängt von der Messstelle ab. Eine geerdete Messstelle reagiert schneller, weil die Spitze in direktem thermischem und elektrischem Kontakt mit dem Mantel steht, erzeugt aber einen elektrischen Pfad zwischen dem Messkreis und allem, was der Mantel berührt. Eine nicht geerdete Messstelle trennt den Kreis und ist die übliche Wahl, wenn der Fühler an geerdetem Metall befestigt ist oder ein Streustrompfad den Messwert stören würde. Das gelieferte Material nennt für keine der beiden Ausführungen eine Ansprechzeit.

Welche Leitungslängen sind üblich?

Das Material nennt 1 bis 5 m als Standardbereich, mit 1 m, 5 m und 7 m als übliche Längen und anderen Längen auf Bestellung. Da ein Thermoelementkreis mit der richtigen Thermoelementleitung und nicht mit Kupfer aufgebaut werden muss, erfordert eine lange Strecke die passende Ausgleichsleitung und den passenden Steckverbinder, und beides ist im gelieferten Material nicht spezifiziert.

Welche Temperatur erreicht der Fühler an der Spitze?

Der Messbereich ist eine Eigenschaft des Thermoelementtyps: 0 bis 800 °C bei K, 0 bis 400 °C bei E und -200 bis 450 °C bei PT100. Die Leitung ist eine eigene Grenze, und das gelieferte Material nennt weder die Temperaturbelastbarkeit der Leitung noch die der Isolierung; eine Messstelle nahe dem oberen Ende des Bereichs sollte daher bestätigt werden, bevor der Fühler montiert wird.

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